Home Haustiere Vögel im Haus: Wie Sie sich mit einem Wellensittich oder Nymphensittich anfreunden

Vögel im Haus: Wie Sie sich mit einem Wellensittich oder Nymphensittich anfreunden

by cms@editor

Die Ernährung eines Papageis besteht nicht nur aus Hirse aus der Tüte. Gekaufte Getreidemischungen (selbst teure) sind für einen Menschen so, als würde er sich nur von Crackern ernähren. Füttern Sie täglich frisches Obst und Gemüse: Karotten, Brokkoli, Äpfel, Paprika, Mais und Kürbis. Gekeimtes Getreide ist reich an Vitaminen. Avocado, Schokolade, salzige und frittierte Speisen, Koffein und Alkohol hingegen sind giftig. In der Schweiz gibt es spezielle Pellets (z. B. von Harrison’s oder Versele-Laga), die ausgewogener sind als Körnermischungen. Diese sollten Sie jedoch langsam einführen. Stellen Sie außerdem einen Wassernapf mit gefiltertem Wasser bereit (kein Leitungswasser wegen des Chlors) und wechseln Sie es täglich. Geben Sie Ihrem Papagei ein- bis zweimal pro Woche ein Stück Kalziumstein oder Sepiaschale, um den Schnabel abzunutzen und den Mineralstoffhaushalt aufzufüllen.

Wie bringt man einem Papagei das Sprechen bei? Es ist keine Zauberei, sondern Geduld. Beginnen Sie mit einfachen, zweisilbigen Wörtern wie „Hallo“, „Gut“ und „Kätzchen“. Wiederholen Sie das Wort 10-15 Mal hintereinander deutlich und mit der gleichen Betonung, 3-4 Mal täglich, wenn der Vogel ruhig und aufmerksam ist. Am besten eignet sich dafür der Morgen oder Abend. Schimpfen Sie nicht und bestrafen Sie ihn nicht, wenn er schweigt. Manche Papageien beginnen innerhalb einer Woche mit dem Nachsprechen, andere brauchen Monate. Nymphensittiche sprechen nicht so gut wie Wellensittiche, aber sie pfeifen wunderschöne Melodien. Sie können Ihrem Vogel zum Beispiel die Titelmelodie von „Der Herr der Ringe“ beibringen – das sieht beeindruckend aus. Und denken Sie daran: Wenn Sie Ihrem Papagei einmal Schimpfwörter beigebracht haben, ist es unmöglich, sie ihm wieder abzugewöhnen; er wird sie in den unpassendsten Momenten von sich geben (zum Beispiel während eines Arzttermins).

Verhaltensprobleme: Was tun, wenn Ihr Papagei schreit? Schreien ist eine Art der Kommunikation in einem Schwarm, wenn der Vogel Sie aus den Augen verloren hat. Deshalb schreien Papageien oft, wenn Sie einen anderen Raum betreten. Die Lösung ist, durch eine Wand mit ihnen zu sprechen, damit sie Ihre Stimme hören können. Verstärken Sie das Schreien nicht, indem Sie den Vogel zurückbringen und ihn freilassen – dadurch lernt er, dass Schreien etwas bringt. Warten Sie lieber 10 Sekunden, bevor Sie ihn loben, wenn er ruhig bleibt. Ein weiteres Problem ist Federrupfen. Dies ist ein Zeichen von Stress, Langeweile oder Krankheit. Überprüfen Sie die Haltungsbedingungen: Hat der Vogel genügend Platz, ist ein Partner da, ist die Luft zu trocken (ein Luftbefeuchter ist nötig), steht der Käfig im Zug oder in der Nähe eines Fernsehers? Bringen Sie Ihren Vogel zu einem vogelkundigen Tierarzt – es könnten Hautparasiten oder ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegen.

In der Schweiz gibt es mehrere spezialisierte Vogelkliniken, wie die Vogelklinik in Zürich oder die Tierarztpraxis für Vögel in Basel. Kürzen Sie regelmäßig Krallen und Schnabel, falls diese sich nicht auf natürliche Weise abnutzen (Rindenstangen und Mineralsteine ​​sind hierfür hilfreich). Stutzen Sie die Flugfedern nur im Notfall – dies nimmt dem Vogel die Freude am Fliegen und führt zu Muskelschwund. Wenn Ihr Vogel krank ist (zerzaustes Gefieder, schläft am Käfigboden, verweigert die Futteraufnahme), suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf: Vögel haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und können innerhalb von 24 Stunden sterben. Kaufen Sie keine Wild- oder Schmuggelvögel – das ist illegal und grausam. Zertifizierte Züchter in der Schweiz (z. B. der Schweizer Wellensittich Zuchtverband) bieten gesunde und an den Menschen gewöhnte Küken an. Schenken Sie Ihrem Vogel ein artgerechtes Leben, und er wird es Ihnen mit einem unvergleichlichen Zwitschern danken.

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