Bildung Sie wissen nicht, was Sie wollen? Wie professionelle Beratung Ihnen helfen kann, sich selbst zu finden by cms@editor April 16, 2026 written by cms@editor Eine der schwierigsten Situationen für Erwachsene ist die Erkenntnis, dass der aktuelle Job nicht mehr erfüllend ist, aber man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Man wägt unzählige Möglichkeiten ab: Vielleicht in die IT-Branche wechseln? Ein eigenes Unternehmen gründen? Oder ein langjähriges Hobby wieder aufgreifen und zum Beruf machen? Dieser innere Dialog kann Jahre dauern und viel Energie und Zeit kosten. Es gibt eine Lösung: Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, die in jedem Kanton der Schweiz angeboten wird und für Kantonsangehörige oft kostenlos ist. Anders als die schulische Berufsberatung sind diese Beratungen speziell auf Erwachsene mit ihren Lebenserfahrungen, familiären Verpflichtungen und konkreten Karrierezielen zugeschnitten. Wie läuft eine solche Beratung genau ab? Sie treffen sich mit einem professionellen Berater, der Ihnen keine vorgefertigten Antworten liefert, sondern Sie dabei unterstützt, Ihre eigenen Antworten zu finden. Gemeinsam analysieren Sie Ihre bisherige Karriere: Was hat Ihnen Freude bereitet, was hat Sie gestresst und in welchen Aufgaben waren Sie besonders gut? Spezielle Diagnosetests helfen Ihnen, Ihre Interessen, Werte und Persönlichkeitsmerkmale zu ermitteln. Basierend auf dieser Analyse erstellt der Berater gemeinsam mit Ihnen ein Stärkenprofil und schlägt Ihnen verschiedene Bereiche vor, die es wert sind, genauer untersucht zu werden. Anschließend erkunden Sie gemeinsam den Arbeitsmarkt in Ihrer Region: Welche Berufe sind gefragt, welche Gehaltsniveaus sind üblich und welche Anforderungen werden an die Bewerber gestellt? Besonders hervorzuheben ist das Programm viamia, eine kostenlose berufliche Analyse für Menschen über 40. Das Programm wurde 2019 von Bund und Kantonen ins Leben gerufen, um erfahrenen Arbeitnehmern zu helfen, auf einem sich schnell wandelnden Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Pilotphase nutzten fast 32.000 Menschen dieses Angebot, und die Zufriedenheit war sehr hoch. Seit 2026 wird das Programm vollständig von den Kantonen finanziert, läuft aber weiter. Mit viamia erhalten Sie eine umfassende Analyse Ihrer Kompetenzen, Einblicke in Branchentrends und einen konkreten Aktionsplan: ob Sie Ihre Fähigkeiten verbessern, Ihre Spezialisierung ändern oder sich gegebenenfalls komplett neu orientieren sollten. Die Teilnahme ist kostenlos, vertraulich und unverbindlich. Pages: 1 2
Bildung Ein neuer Beruf nach 30: Reale Wege zur beruflichen Neuorientierung in der Schweiz by cms@editor April 16, 2026 written by cms@editor Die Entscheidung für einen Berufswechsel im Erwachsenenalter kann entmutigend sein: „Ist es zu spät?“, „Was, wenn es nicht klappt?“, „Wie kann ich meine Familie ernähren, während ich studiere?“ Die gute Nachricht: Das Schweizer Bildungssystem bietet verschiedene offizielle Wege für Erwachsene, die einen neuen Abschluss erwerben oder ihre Qualifikationen verbessern möchten. Diese Wege berücksichtigen Ihre bisherigen Erfahrungen – Sie müssen nicht wie ein 16-Jähriger bei null anfangen. Es gibt vier Hauptoptionen: eine reguläre Lehre (regulär oder verkürzt), die direkte Zulassung zur Erwachsenenqualifikationsprüfung (das sogenannte Artikel-32-Verfahren), die Anerkennung vorhandener Kenntnisse und ein Hochschulstudium. Welche Option für Sie die richtige ist, hängt von Ihren Erfahrungen, Ihrer Zeit und Ihren Zielen ab. Der traditionellste Weg ist eine reguläre Lehre in einem Unternehmen. Ja, Erwachsene können, genau wie Jugendliche, eine Lehre absolvieren. Dauer: 2 Jahre für den Eidgenössischen Berufsbildungslehrgang (EBA) oder 3–4 Jahre für das Eidgenössische Facharbeiterdiplom (EFZ). Die Vergütung während der Ausbildung wird individuell verhandelt: Erwachsene mit Berufserfahrung können ein höheres Gehalt aushandeln als Jugendliche. Der Vorteil dieses Weges: Sie erhalten eine umfassende praktische Ausbildung, oft mit einer anschließenden Jobgarantie. Der Nachteil: Sie kehren zur Schule zurück, was für viele Erwachsene psychisch belastend ist. Für einen kompletten Branchenwechsel (z. B. von der Büroarbeit zum Handwerk) ist dies jedoch der sicherste Weg. Wenn Sie bereits über umfangreiche Erfahrung in Ihrem Wunschberuf verfügen, aber keinen formalen Abschluss besitzen, sollten Sie das Verfahren zur Zulassung zur Qualifikationsprüfung (Art. 32) in Betracht ziehen. In diesem Fall können Sie die EFZ- oder EBA-Prüfungen ablegen, ohne eine vollständige Ausbildung absolviert zu haben. Die wichtigste Voraussetzung ist nachgewiesene Berufserfahrung im jeweiligen Bereich (in der Regel mindestens 5 Jahre). Sie müssen sich selbstständig auf die Prüfungen vorbereiten: Besuchen Sie Abendkurse, nehmen Sie Nachhilfe oder lernen Sie anhand von Lehrbüchern. Das kantonale Amt für Berufsbildung prüft Ihre Qualifikationen und lässt Sie zur Prüfung zu, wenn es Ihre Erfahrung als ausreichend erachtet. Dieser Weg ist schneller und kostengünstiger als eine Lehre, erfordert jedoch ein hohes Maß an Selbstdisziplin und die Bereitschaft zu intensiver Vorbereitung. Er ist besonders beliebt bei Personen, die jahrelang informell oder in Familienbetrieben gearbeitet haben. Pages: 1 2
Bildung Ein Studium ohne Berufspause: So gelingt der Fernstudiengang by cms@editor April 16, 2026 written by cms@editor Stellen Sie sich vor: Sie arbeiten Vollzeit, erziehen Kinder, managen den Haushalt und absolvieren nebenbei noch ein Bachelor- oder Masterstudium. Für viele klingt das wie ein Traum, doch in der Schweiz ist es dank Fernstudium Realität. Die führende Institution auf diesem Gebiet ist die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS), eine national anerkannte Fachhochschule, die seit fast 30 Jahren berufsbegleitende Studiengänge anbietet. Seit ihrer Gründung 1998 hat die FFHS über 800 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht, und heute sind rund 3.200 Studierende eingeschrieben. 80 Prozent des Studiums sind flexibel gestaltet, die restlichen 20 Prozent finden in Präsenzveranstaltungen an regionalen Standorten in Zürich, Bern, Basel und Brig statt. Was macht die FFHS so attraktiv für Berufstätige? Vor allem die Flexibilität. Sie bestimmen Ihren eigenen Lernplan: früh morgens, spät abends, am Wochenende. Die gesamte Lernplattform ist rund um die Uhr zugänglich, Vorlesungen werden aufgezeichnet und die Materialien sind in Module gegliedert. Darüber hinaus ist sie praxisorientiert. Die FFHS ist eine Fachhochschule, keine traditionelle Universität. Das bedeutet, Sie studieren nicht für abstraktes Wissen, sondern für konkrete Fähigkeiten, die Sie direkt im Berufsleben anwenden können. Die Forschungsinstitute der Hochschule konzentrieren sich auf Webwissenschaft, Management und Innovation, Gesundheit und E-Learning – allesamt Bereiche mit direktem Bezug zur realen Wirtschaft. Welche Studiengänge werden angeboten? Die FFHS bietet Bachelor- und Masterabschlüsse in Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Informatik, Gesundheitsmanagement und weiteren angewandten Disziplinen an. Alle Studiengänge sind staatlich akkreditiert, und die Abschlüsse sind in der ganzen Schweiz und international anerkannt. Zusätzlich bietet die Hochschule Weiterbildungsprogramme (Certificate of Advanced Studies, CAS, und Diploma of Advanced Studies, DAS) für alle an, die ihr Wissen in einem bestimmten Bereich vertiefen möchten, ohne einen vollständigen Abschluss zu erwerben. Dies ist eine ideale Option für Berufstätige: Das Programm dauert mehrere Monate, findet komplett online statt und liefert sofort sichtbare Ergebnisse, die sich im Lebenslauf widerspiegeln. Pages: 1 2
Bildung Erwachsenenbildung: Eine oft übersehene Chance für persönliche und berufliche Weiterentwicklung by cms@editor April 16, 2026 written by cms@editor Wenn wir den Begriff „Volkshochschule“ hören, denken wir oft an langweilige Abendkurse in Stricken oder Englisch für Anfänger. Tatsächlich ist die moderne Volkshochschule in der Schweiz ein leistungsstarkes Bildungsnetzwerk, das ein breites Spektrum abdeckt – von IT-Zertifizierungen und Betriebswirtschaft bis hin zu Philosophie, Psychologie und sogar Kochkunst. Die Erwachsenenbildung zählt zu den ältesten und demokratischsten Bildungssystemen des Landes. Ihr Hauptprinzip ist die Zugänglichkeit: Die Kurse sind kostengünstig, erfordern keine Aufnahmeprüfungen und stehen allen Erwachsenen offen, unabhängig von ihrer Vorbildung. Dutzende von Volkshochschulen sind in den Kantonen Zürich, Bern, Basel, St. Gallen und anderen Regionen vertreten, und ihre Programme werden regelmäßig an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst. Warum sollte man eine Erwachsenenbildung ernsthaft in Betracht ziehen? Weil man hier nicht nur etwas Neues ausprobieren, sondern auch von Arbeitgebern anerkannte Qualifikationen erwerben kann. Viele Volkshochschulen bieten Vorbereitungskurse für die Bundesprüfungen (BP, HFP) sowie Kurse in Management, Rechnungswesen, Personalwesen und Marketing an. Im Gegensatz zu Privatschulen werden die VHS häufig von den Kantonen subventioniert, wodurch die Preise niedriger sind und die Qualität staatlich überwacht wird. Darüber hinaus sind die Dozenten praktizierende Fachkräfte, die praxisnahe Fallstudien vermitteln und nicht nur Theorie aus Lehrbüchern behandeln. Für viele, die sich noch nicht sicher sind, ob sie ein zweites Studium benötigen, ist ein Kurs an der VHS die ideale Gelegenheit, sich selbst zu testen und die Richtung ohne große Investition zu bestimmen. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität. Die VHS bietet Kurse in verschiedenen Formaten an: Intensivwochenenden, wöchentliche Abendkurse und zweiwöchige Ferienkurse. Viele Kurse werden online angeboten, was besonders für Bewohner abgelegener Regionen praktisch ist. Im Kanton St. Gallen bietet beispielsweise die Volkshochschule Online-Kurse in digitalen Kompetenzen, Fremdsprachen und Unternehmensführung an. In der Region Solothurn finden Sie Kurse in Altenpflege und Sozialarbeit – Berufe, die in der demografisch alternden Schweiz besonders gefragt sind. Die Kurspläne werden zweimal jährlich (im Frühjahr und Herbst) veröffentlicht, und viele beliebte Kurse sind innerhalb weniger Wochen ausgebucht. Daher empfiehlt es sich, sich so früh wie möglich anzumelden. Pages: 1 2
Bildung Studieren ohne Schulden: Wie Sie ein Zweitstudium in der Schweiz finanzieren by cms@editor April 16, 2026 written by cms@editor Einer der Hauptgründe, warum Erwachsene einen Berufswechsel oder eine Weiterbildung aufschieben, sind die Kosten. Ja, Kurse für ein eidgenössisches Diplom können zwischen 10.000 und 20.000 Franken kosten, und ein Hochschulstudium kann sogar noch teurer sein. Was viele jedoch nicht wissen: Die Schweiz verfügt über ein umfassendes System finanzieller Unterstützung, das – richtig genutzt – bis zu die Hälfte der Kosten und manchmal sogar mehr decken kann. Dabei geht es nicht nur um Stipendien für begabte Studierende. Es gibt Zuschüsse, Steuervergünstigungen, Unterstützung durch Arbeitgeber und sogar spezielle Fonds. Der Schlüssel liegt darin, Bildung nicht als Ausgabe, sondern als Investition zu betrachten, die sich durch ein höheres Gehalt und berufliche Sicherheit innerhalb weniger Jahre auszahlt. Das wirksamste Instrument, das selbst viele Schweizer nicht erwähnen, sind staatliche Zuschüsse. Bereiten Sie sich auf die Eidgenössische Berufsprüfung (BP) oder die Höhere Fachprüfung (HFP) vor, erstattet Ihnen der Staat 50 % der Kosten Ihrer Vorbereitungskurse. Die maximale Erstattung beträgt für die BP CHF 9.500 (für Kurse bis CHF 19.000) und für die HFP CHF 10.500 (für Kurse bis CHF 21.000). Die Höhe der Förderung ist einkommens- und altersunabhängig. Voraussetzung ist lediglich, dass Sie in der Schweiz steuerlich ansässig sind und einen Kurs absolviert haben, der in der offiziellen Liste des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) aufgeführt ist. Anträge werden nach bestandener Prüfung online gestellt. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Steuervorteile. Ab 2025 sind Ausgaben für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung steuerlich absetzbar. Der maximale Abzug für direkte Bundessteuern beträgt CHF 13.000 pro Jahr. Was genau ist absetzbar? Kurs- und Prüfungsgebühren, Lehrbücher, Fachliteratur und Weiterbildungskosten. Wichtig: Die Weiterbildung muss mit der aktuellen oder zukünftigen Tätigkeit in Zusammenhang stehen. Hobbykurse ohne beruflichen Bezug sind nicht absetzbar. Bitte beachten Sie, dass Abzüge erst nach Abschluss Ihrer ersten beruflichen Weiterbildung möglich sind und die Steuerregelungen von Kanton zu Kanton leicht variieren können – informieren Sie sich bei Ihrem Kanton. Pages: 1 2